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Elektrofahrzeug für die interne Logistik

Sauber, effizient und leise: Für Rainer Pütz (Leiter Industrial Engineering) ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs eine glatte Punktlandung.

Ein gesundes Unternehmen braucht auch Platz zum Wachsen. So hat Gira Anfang des Jahres 2013 eine benachbarte Halle von einem ehemals dort ansässigen Unternehmen übernommen und damit dringend benötigte zusätzliche Lagerflächen angemietet. In dem Gebäude befindet sich seitdem das manuelle Kleinteillager von Gira. Doch damit musste man sich auch einer neuen Herausforderung stellen: Was zuvor in unmittelbarer Nähe der Produktion vorgehalten wurde, ist damit nun etwa 100 Meter entfernt. Eine neue Lösung musste her.

Denn über die scheinbar kurze Entfernung müssen nun mehrmals in der Stunde die Kleinteile zur Produktion transportiert werden. Zunächst wurde ein bereits vorhandener LKW mit einem Diesel-Motor eingesetzt. Doch für den Transport der überschaubaren Mengen war das Fahrzeug schlicht viel zu groß dimensioniert: Die höchste Anzahl von Kleinteilen, die bei einem Transport zusammenkommt, findet auf zwei Paletten Platz. Zudem sorgten die kurzen Strecken und somit das häufige Anlassen des Motors sowie das ständige Anfahren für einen hohen Verbrauch und eine starke Belastung des Fahrzeugs. „Es war dringend erforderlich, eine bessere Lösung zu finden“, berichtet Rainer Pütz, der bei Gira die Abteilung Industrial Engineering leitet, die für technische Investitionen im Bereich Montage zuständig ist. Die Entscheidung, dass es ein Elektrofahrzeug werden sollte, war schnell gefallen. Nach genauer Prüfung wurde ein passend dimensionierter Elektro-Kastenwagen eines französischen Herstellers angeschafft.

Die Vorteile lagen von Anfang an auf der Hand: Nicht nur die Investitionskosten waren wesentlich niedriger als für ein entsprechendes Dieselfahrzeug, auch der Betrieb des E-Mobils ist angesichts der besonderen Transportanforderung deutlich kostengünstiger. Neben diesen wirtschaftlichen Aspekten bietet das Fahrzeug weitere wichtige Vorteile. Aufgrund der geringeren Größe ist das E-Mobil viel wendiger und flexibler. Das macht das zügige Hin- und Herfahren auf der kurzen Strecke und bei teilweise beengtem Raum wesentlich unkomplizierter. Das ständige An- und Ausmachen des Motors ist bei dieser Technik kein Problem. Ganz unkompliziert ist auch das Aufladen: Das Gefährt kommt etwa alle drei Tage über Nacht an die Steckdose. Vor allem aber verursacht das neue Kraftfahrzeug keine Emissionen und fährt äußerst geräuscharm.

Der Fazit: Saubere Luft, niedrigere Kosten und verbesserte Arbeitsbedingungen für die Gira Mitarbeiter, die im Umfeld des Wagens arbeiten. „Das Fahrzeug passt sehr gut für diesen Einsatz, es ist flexibel und ökologisch. Unsere Mitarbeiter sind begeistert“, resümiert Rainer Pütz. Nach den durchweg positiven Erfahrungen, die man mit dem Elektrofahrzeug gesammelt hat, will man bei Gira auch in Zukunft verstärkt darauf setzen. So wird es nach der Errichtung des geplanten Neubaus auf dem Gira Gelände zahlreiche Fahrten zwischen dem neuen und dem alten Werk geben: Die Anschaffung weiterer E-Mobile könnte sich hier als die optimale Lösung erweisen – vielleicht sogar in Verbindung mit einer Gira Tankstelle aus eigenem erzeugten Solarstrom.

Rainer Pütz

Geboren 1958

Leiter Industrial Engineering

Bei Gira seit 2007

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