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Kontinuierliche Verbesserung durch
Lean Management

Höhere Wertschöpfung, weniger Verschwendung: Mit den Methoden des Lean Managements ebnen Martin Brochhaus (Leiter Interne Unternehmensentwicklung) und Andreas Dürwald (Leiter Fertigung und Logistik) den Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung.

Zu den ständigen Aufgaben in einem Unternehmen gehört die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung von Prozessen. Als besonders zielführend erweisen sich dabei die Methoden des Lean Managements, die auch bei Gira seit einiger Zeit eingesetzt werden und bereits positive Wirkungen entfalten.

Insbesondere der bei Toyota entwickelten „Verbesserungs-Kata“ – eine standardisierte Vorgehensweise für den Umgang mit Problemen und Herausforderungen – zeigt gute Ergebnisse. Dabei geht es darum, die Prozesse ganz auf das Interesse des Kunden auszurichten, seinen Blickwinkel einzunehmen und zu prüfen, was ihn besonderst zufrieden macht. Durch die tägliche Anwendung dieses Ansatzes soll z.B. die Wertschöpfung erhöht werden, indem man jede Art von Verschwendung vermeidet. Denn sie ist nicht im Sinne des Kunden. Das hat sowohl eine wirtschaftliche und eine ökologische Komponente: Einerseits lassen sich so Kosten einsparen, anderseits der Verbrauch von Ressourcen verringern. Und das ist eine zentrale Anforderung an nachhaltiges Handeln.

Auch die soziale Komponente von Nachhaltigkeit findet sich beim Lean Management wieder. Ein wichtiger Bestandteil ist die Optimierung der Arbeitsbedingungen sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter. Denn bei der Weiterentwicklung des Unternehmens sollen alle Mitarbeiter einbezogen werden. „Wir wollen die Verbesserungen der Organisation zur permanenten Aufgabe machen“, sagt Martin Brochhaus, Leiter Interne Unternehmensentwicklung. In einem langfristigen Projekt sollen alle Führungskräfte und auch ausgesuchte Fachkräfte in der Verbesserungs-Kata ausgebildet werden, nicht nur in der Produktion, sondern über alle Abteilungen hinweg. Diese Maßnahmen laufen bereits seit Anfang 2012, jeweils über einen Zeitraum von sieben Monaten. „Den Teilnehmern wird vermittelt, dass es möglich ist, sich ständig zu verbessern. Sie sollen so eine positive Einstellung zu Veränderungen entwickeln und später in ihre Abteilung hineintragen, an ihre Mitarbeiter weitergeben – und diese ebenfalls zum Mitmachen ermutigen“, erklärt Andreas Dürwald, Leiter Fertigung und Logistik.

Nach der Festlegung der angestrebten Ziele, geht es in den Trainingsmaßnahmen zunächst um eine gründliche Analyse der betroffenen Prozesse, die verbessert werden sollen. Hindernisse für die Erreichung der Ziele werden ermittelt und präzise analysiert. Darauf folgt eine offene kreative Phase, in der die Teilnehmer aufgefordert sind, in kleinen Schritten Verbesserungen zu erreichen und die Hindernisse aus dem Wege zu räumen. „Die Mitarbeiter, die bisher mitgemacht haben, sind begeistert. Sie glauben daran, dass man Dinge verändern muss. Darin steckt ein enormes Potenzial. Wir haben damit ein großes Veränderungsprojekt angestoßen“, betont Brochhaus. „Nachhaltigkeit bedeutet verantwortungsvoll und mit Blick auf die Zukunft zu handeln. Damit gehen auch Veränderungen einher – denn nur so kann man sich auch weiterentwickeln. Wir befähigen die Menschen dazu, das zu tun“.

Martin Brochhaus

Geboren 1963

Leiter Interne
Unternehmensentwicklung

Bei Gira seit 1998

Andreas Dürwald

Geboren 1963

Leiter Fertigung und Logistik

Bei Gira seit 2005

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