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Gira und Nachhaltigkeit
Report 2017

Zukunftssicher ins digitale Zeitalter Industrie 4.0 und das Internet der Dinge sind derzeit in aller Munde. Sie stehen auch für die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Wie sich die digitale Vernetzung auf das Arbeiten und die arbeitenden Menschen auswirkt und wie unter diesen Bedingungen Arbeit zukunftssicher gestaltet werden kann, ist Gegenstand des Gewerkschaftsprojekts „Arbeit 2020“, in dem sich auch der Gira Betriebsrat, vertreten durch die Betriebsräte Lutz Faßbender und Markus Sieling, engagiert.

UMWELT


MENSCH


WIRTSCHAFT

PROJEKTBAUSTEINE

Sensibiliserung der
Belegschaft für das Thema
Digitalisierung / Industrie 4.0

Erarbeitung der
Betriebslandkarte zu Themen
wie z. B. Arbeitnehmer-
Qualifikation und -Belastung

Ermittlung der
Zukunftsfähigkeit für die
nächsten fünf Jahre

Zukunftsvereinbarung
wird verbindlich
getroffen

Gira und die Industriegewerkschaft Metall arbeiten derzeit Hand in Hand für das Projekt „Arbeit 2020“ zum Thema Digitalisierung. Was hat es damit auf sich?
Markus Sieling: Digitalisierung, Arbeit 4.0 – diese Begriffe hört man zunehmend häufiger in immer mehr Zusammenhängen, und jeder hat ein eigenes Verständnis davon. Das hat auch die IG Metall erkannt und ein Pilotprojekt zum Thema ausgeschrieben. Hier wollen wir nun gemeinsam Licht ins Dunkel bringen und elementare Fragen beantworten: „Wie arbeiten wir eigentlich in Zukunft? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung für die Mitarbeiter bei Gira? Und wie zukunftssicher sind wir bei Gira dafür aufgestellt?“. Im Rahmen des Projektes wird mit dem Arbeitgeber eine Zukunftsvereinbarung geschlossen, die beispielsweise festlegt: „Wir wollen auch in Zukunft keine betriebsbedingten Kündigungen durch Digitalisierung.“ Dazu legt der Gira Betriebsrat einen Plan vor, wie wir das gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsetzen können.

Wie laufen die einzelnen Schritte ab, um uns bei Gira fit für die Zukunft der Arbeit zu machen?
Markus Sieling: Zunächst haben wir eine Bestandsaufnahme in mehreren Workshops mit zahlreichen Mitarbeitern, Betriebsratsmitgliedern und Führungskräften durchgeführt, um zu bestimmen, wo wir in Sachen Digitalisierung der Arbeit im Moment stehen. Daraus hat sich dann eine Betriebslandkarte ergeben, aus der wir ableiten konnten: „Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Belastung der Gira Mitarbeiter? Wie wirkt sie sich auf die Stimmungslage bei uns aus? Welche Qualifikationen werden die Mitarbeiter künftig brauchen?“ Anschließend wollten wir ein möglichst konkretes Bild davon bekommen, wie die Arbeit der Zukunft aussieht. So schwer es natürlich ist, das, was erst noch kommt, vorherzusagen, so klar ist auch, dass durch die Digitalisierung der Arbeit beispielsweise auf der einen Seite Arbeitsplätze wegfallen, auf der anderen Seite aber auch Arbeitsplätze wieder neu entstehen. Deshalb beschäftigen wir uns unter anderem mit der Frage, was mit den Menschen geschieht, deren Jobs womöglich wegfallen. Wie fangen wir diese Menschen auf? Welche Möglichkeiten bestehen, sie so zu qualifizieren, dass sie womöglich neu entstehende Jobs übernehmen können? Hier hat uns auch der Input unseres externen Dienstleisters Sustain Consult sehr geholfen, die sämtliche Workshops zu dem Thema moderiert haben.
Anschließend haben wir uns mit der Geschäftsführung zusammengesetzt, um abzugleichen, was die Interessen des Betriebsrats und der Geschäftsführung in diesem Zusammenhang sind. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass wir zu diesem Thema bei Gira gemeinsam an einem Strang ziehen.

PROJEKTTEAM

Betriebsratsgremium


IG Metall


Sustain Consult

 

„Digitalisierung ist ein sehr komplexes und weitreichendes Thema – dazu gehören technische Prozesse, aber auch systemische, die unsere Kultur und unsere Menschen betreffen.“

Lutz Faßbender, Betriebsrat

Wie sehen die Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeit für Gira aus?
Lutz Faßbender: Digitalisierung ist ein sehr komplexes und weitreichendes Thema – dazu gehören technische Prozesse, aber auch systemische, die unsere Kultur und unsere Menschen betreffen. Im Grunde sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Allerdings ist ein Problem, dass die Digitalisierung oft nur Stück für Stück in Unternehmen Einzug hält. Wir müssen schauen, dass wir hier nicht mit zu vielen Insellösungen arbeiten. Mit der SAP-Einführung haben wir bereits einen wichtigen Schritt gemacht. Es ist entscheidend, dass wir diese Themen zusammen und koordiniert angehen. Hier wird uns unsere kooperative Unternehmenskultur helfen. Ich bin optimistisch, was unsere Zukunftsperspektive anbelangt.


Erfahren Sie mehr über das Projekt „Arbeit 2020“ auf der Seite der IG-Metall NRW

PROJEKTVERLAUF

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