Gira und Nachhaltigkeit
Report 2017

Selbst ist der Werkzeugmacher In der Gira Kunststofffertigung, wo vor allem Bauteile für Schalter- und Steckdosensysteme produziert werden, sind einige Tausend Spritzgusswerkzeuge im Einsatz, die der unternehmenseigene Werkzeugbau konstruiert und hergestellt hat. Da gehört es zur wöchentlichen Routine, dass einzelne Werkzeuge zu warten oder zu reparieren sind. Hinzu kommt, dass die Elektrokomponenten der Werkzeuge pro Jahr einmal sowie zusätzlich noch einmal bei jeder Wartung und Instandhaltung überprüft werden müssen. Doch bislang waren es nicht die Werkzeugbauer selbst – allesamt gelernte Werkzeugmechaniker –, die diese Arbeiten vorgenommen haben, sondern die Instandhaltung musste dafür stundenweise eigens eine Elektrofachkraft abstellen.

UMWELT


MENSCH


WIRTSCHAFT

 

PROJEKTBAUSTEINE

Fortbildung Theorie:
Rechtskunde
Elektronik-Fachkunde
Elektronik-Fachzeichnen

Fortbildung Praxis:
Handhabung elektrotechnischer Werkzeuge
Handhabung elektrotechnischer Prüfgeräte

Optimierung des Ressourceneinsatzes Optimierung des Ressourceneinsatzes Am dafür im Werkzeugbau eingerichteten Elektronik-Prüfplatz hat sie die verschiedenen Elektronikteile von Spritzgusswerkzeugen wie etwa Heizspiralen, Abfrageschalter oder Innendrucksensoren installiert, geprüft und bei Bedarf repariert. „Und stand in dieser Zeit für größere und schwierigere Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Unternehmen nicht zur Verfügung“, erklärt Udo Weißmann, fachlicher Leiter Integrierte Instandhaltung im Gira Kunststoffzentrum. Eigentlich eine Verschwendung von Ressourcen, fanden er und seine Kollegen im Werkzeugbau. Denn Wartung und Prüfung sind vergleichsweise einfache Tätigkeiten. Doch die Rechtsvorschriften besagen, dass die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker nicht ausreicht, um diese Arbeiten auszuführen, wenn Elektronikbauteile betroffen sind.

Fortbildung zur „EfkffT“ Fortbildung zur „EfkffT“ Ganz im Sinne der Gira Verbesserung, einer 2012 im Unternehmen entlang des Vorbilds der sogenannten Toyota Kata eingeführten Methode zur systematischen Verbesserung von Arbeitsabläufen und des Ressourceneinsatzes, haben die Beteiligten entschieden, vier Werkzeugmechaniker zu Elektrofachkräften für festgelegte Tätigkeiten (EfkffT) zu qualifizieren.

PROJEKTTEAM

 

Udo Weißmann
[fachlicher Leiter Integrierte Instandhaltung, Gira Kunststoffzentrum]


Shiprim Bekovic
Nico Röser
Sascha Tuncal
Andreas Zourkos
[Werkzeugbau]


Gira Kunststoffzentrum

 

Absolvierten erfolgreich eine Weiterbildung zu EfkffT:
Shiprimv Bekovic, Nico Röser, Sascha Tuncal und Andreas Zourkos

Mit Abschluss der Fortbildung aus Theorie und Praxis war es aber noch nicht getan. Während einer einjährigen „Probezeit“ durften sich Shiprim Bekovic, Nico Röser, Sascha Tuncal und Andreas Zourkos nur unter Aufsicht mit den Elektrokomponenten der Werkzeuge befassen; seit Anfang 2016 können sie nun selbständig kleinere Reparaturen und Prüfungen vornehmen. „Damit tragen wir der gültigen Rechtslage Rechnung, vor allem aber entlasten wir die Instandhaltung und beschleunigen die Prozesse“, freut sich Instandhalter Weißmann.

Über die Methode der Gira Verbesserung erfahren Sie mehr im ersten Gira Nachhaltigkeitsbericht oder in Heft 2/2017 der Zeitschrift für Organisationsentwicklung.

250 Std.


Zwischen 6/2016 und
7/2017 wurden 250
Arbeitsstunden der EfkffT
geleistet – das entspricht
31,25 Personentagen oder
etwas mehr als sechs
Arbeitswochen

PROJEKTVERLAUF

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