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Gira und Nachhaltigkeit
Report 2017

Zukunftsaufgabe „Material Compliance“ Bisphenol A (BPA), Chrom VI, Perfluorierte Tenside (PFT) – drei Stoffe, die in so manchem Produkt stecken, inzwischen aber auch aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse als bedenklich gelten. Ihr Einsatz unterliegt daher strengen rechtlichen Vorgaben. Material Compliance nennt sich das entsprechende, für viele Unternehmen noch junge Aufgabenfeld. Hier soll der rechtskonforme und verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Materialien sichergestellt werden. Warum dies für Gira selbstverständliche Praxis eines produktbezogenen Umweltschutzes ist, erzählt uns Julia Heidler, die Material Compliance-Beauftragte im Unternehmen.

UMWELT


MENSCH


WIRTSCHAFT

PROJEKTBAUSTEINE

Etablierung der Funktion
einer Material Compliance
Beauftragten

Ziel: Implementierung
der Material Compliance
Anforderungen im Lastenheft

Ziel: Checkliste zu Material
Compliance Anforderungen
im Änderungsmanagement

Produkte
können über SAP auf
Knopfdruck abgefragt
werden

Material Compliance – das hört sich nach einem sehr komplexen Thema an. Was können wir uns darunter vorstellen?
Julia Heidler: In Rahmen von Material Compliance beschäftigen wir uns bei Gira mit den rechtlichen Anforderungen im Bereich von Umwelt- und Gesundheitsschutz an die Rohstoffe, aus denen wir Produkte herstellen. Ziel ist es zum einen, bedenkliche Stoffe nicht mehr bzw. nur im Rahmen gesetzlicher Vorgaben wie etwa der europäischen Chemikalienverordnung REACH einzusetzen. Zum zweiten verarbeiten wir keine Rohstoffe, die aus Raubbau, Zwangs- und Kinderarbeit oder aus Staaten stammen, in denen bewaffnete Konflikte stattfinden. Zur Material Compliance gehört aber auch die Frage der umweltgerechten Entsorgung bzw. Wiederverwertung von Elektrogeräten – beispielsweise eines Gira HomeServers.

Wie geht Gira die Aufgabe Material Compliance an?
Julia Heidler: Zunächst ging es darum, systematisch die für Gira relevanten Richtlinien, Verordnungen und Gesetze zu identifizieren und die dort festgeschriebenen Anforderungen, denen unsere Produkte gerecht werden müssen, in unseren Entwicklungsprozess zu implementieren. Ebenso haben wir unsere Bestandsprodukte überprüft, inwiefern wir sie modifizieren müssen, um alle rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.Damit auch Produktänderungen „material compliant“ sind, ist jetzt eine Checkliste Bestandteil des Änderungsmanagements, anhand der wir überprüfen, welche Vorgaben einzuhalten sind und ob die geänderten Produkte diese schlussendlich auch einhalten. Umgekehrt ist es genauso wichtig, uns betreffende Änderungen rechtlicher Vorgaben frühzeitig auf dem Schirm zu haben, damit wir hier proaktiv agieren können.Da Material Compliance noch ein relativ neues Aufgabenfeld ist, müssen wir überdies sowohl im Unternehmen als auch bei unseren Lieferanten und externen Partnern ein Bewusstsein für die Wichtigkeit dieses Themas schaffen. Hierzu sind eine umfangreiche Kommunikation und Schulungen erforderlich.

PROJEKTTEAM


Julia Heidler 
[Beauftragte Material Compliance]

„Es ist fester Bestandteil unseres Entwicklungsprozesses darauf zu achten, dass wir bei der Herstellung unserer Produkte für Mensch und Umwelt unbedenkliche Materialien und Stoffe verwenden. Dies gehört für uns ganz selbstverständlich zum Gira Qualitätsversprechen.“

Alfred A. Bulitz, Geschäftsführer

Warum hat das Thema für Gira eine besondere Bedeutung?
Julia Heidler: Für Gira ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen eine wichtige Zukunftsaufgabe. Dazu zählt, dass wir alle rechtlichen Vorgaben mit Blick auf eingesetzte Stoffe und Materialien ohne Wenn und Aber erfüllen und produktbezogenen Umweltschutz ernst nehmen.

Was hat sich Gira in Sachen Material Compliance für die nahe Zukunft vorgenommen?
Julia Heidler: Wir wollen noch stärker proaktiv tätig werden. Außerdem soll unser SAP-System künftig auf Knopfdruck Auskunft über den jeweiligen aktuellen Material Compliance-Status all unserer Artikel geben, damit wir unsere Kunden stets zuverlässig informieren können.

 

Die europäische Chemikalienverordnung REACH gehört zu den rechtlichen Vorgaben, die Anforderungen an Stoffe und Materialien stellt, aus denen auch Gira Produkte fertigt.


Am Ende des Lebenszyklus eines Produkts ist es für den Schutz von Mensch und Umwelt wichtig, dass seine Entsorgung bzw. die Wiederverwertung bei seiner Herstellung verwendeter Stoffe „material compliant“ erfolgt. Wie das geschieht, legt die europäische WEEE Richtlinie 2012/19/EU fest.

PROJEKTVERLAUF

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