Gira und Nachhaltigkeit
Report 2017

Ressourcen effizient schonen Das Recyceln von aussortierten Kunststoffen ist in der Kunststofffertigung seit Jahren etabliert. Herkömmlicherweise werden diese Kunststoffe mit Mühlen eingemahlen und dem Neumaterial an der Spritzgießmaschine wieder zugeführt. Beim Einmahlen kommt es zu einem Kettenabbau. Dies beeinflusst die Eigenschaften der Kunststoffformteile negativ. Die Zuführung von Regranulat ist daher nur begrenzt möglich. Durch das direkte Einmahlen von Kunststoffen lassen sich nur ca. maximal 15 % Regranulat dem Neumaterial zuführen.

UMWELT


MENSCH


WIRTSCHAFT

PROJEKTBAUSTEINE

Recycling aussortierter
Kunststoffteile
aus der Produktion

Rückführung der
regranulierten Kunststoffteile
in den Produktionsprozess

Wiederverwertung
von 40 Tonnen Material
pro Jahr

Qualität wird groß geschrieben Gira betreibt ein hochwertiges Recyceln mit einem Extruder der Firma Wanner. Die Kunststoffausschüsse sind in der Kunststofffertigung hochwertige Rohstoffe. Eine sortenreine Sammlung erfolgt. Nachfolgend werden die Rohstoffe dem Extruder zugeführt und materialschonend aufgeschmolzen. Die so gewonnene Schmelze durchläuft ein Abkühlbad und kann dann zu neuwertigem Granulat verarbeitet werden. Die Eigenschaften des so hergestellten Regranulates sind mit dem Neumaterial vergleichbar. Hochwertige Produkte lassen sich erzeugen. Dabei wird das Regranulat gemäß den technischen Anforderungen qualifiziert [Projekt Neue Werkstoffe in der Kunststofffertigung]. Unter diesen Voraussetzungen kann bei Gira 100 % Regranulat für neue Produkte eingesetzt werden. Beispiele für den Einsatz von Regranulat sind lackierte Abdeckungen für SCHUKO Steckdosen.

Stetige Entwicklung Das Projekt startete in 2012 bei dem im ersten Schritt die Qualifizierung der Teile aus Regranulat durchgeführt wurden. Nach erfolgreichem Abschluss in 2013 konnte die Produktion mit einer Jahresmenge von ca. 30 Tonnen beginnen, die sich in 2015 auf 40 Tonnen erhöht hat. Das bedeutet für diese Menge musste nicht entsprechend Neumaterial eingekauft werden. Die mögliche Jahreskapazität der Wanner Recycling Anlage beträgt 84 Tonnen.

PROJEKTTEAM


Andreas Schulte
[Werksleiter Kunststoffzentrum]



Erwin Stiller [Projektleitung
Industrialisierung]



Bernhard Hoster [Leiter
Technologiemanagement
Kunststofffertigung]



Oliver Berker [Leiter
Industrialisierung (Projekte)]

Text

PROJEKTVERLAUF

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