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Gira und Nachhaltigkeit
Report 2017

Produktbezogener Umweltschutz als Teil des Qualitätsversprechens In rund 38.000 Datensätzen hat Gira in seinem SAP-System sämtliche einzelne Bauteile seiner Produkte erfasst, egal ob der Gebäudetechnikspezialist sie selbst herstellt oder ob es sich um Komponenten handelt, die zugekauft werden. Julia Heidler, die seit Ende 2016 die Position der Beauftragten Material Compliance (MC) beim Technologieunternehmen innehat, ergänzt diese Daten mit Blick auf die Rohstoffe und Materialien, die für die Herstellung der Einzelteile verwendet werden. Lieferanten stellen dafür Datenblätter und Konformitätserklärungen zur Verfügung. 60 Prozent der Materialdatensätze sind derzeit auf dem aktuellen Stand; bis 2022 sollen bei weiterwachsendem Artikelsortiment alle Einzelteile erfasst sein.

UMWELT


MENSCH


WIRTSCHAFT

 

PROJEKTBAUSTEINE

MC-Anforderungen im Änderungsmanagement und im Entwicklungsprozess von Neuprodukten verankert

MC-Schulungen von Entwicklung, Systems Engineering und Einkauf

Verzicht auf die Verwendung von Blei als Legierungselement in Kupfer, Stahl und Aluminium; Erprobung bleifreier bzw. -armer (bis max. 0,1 %) Alternativen

Ziel: Alle Datensätze zu von Gira verwendeten Bauteilen enthalten sämtliche Angaben zu den bei ihrer Herstellung verwendeten Materialien.

Status per Knopfdruck abrufbar Der international tätige Mittelständler betreibt diesen Aufwand, weil der rechtskonforme und verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Materialien Teil seines Qualitätsversprechens ist. „Produktbezogenen Umweltschutz nehmen wir sehr ernst“, betont Julia Heidler. Aber es sind auch ganz praktische Gründe, warum das Unternehmen großen Wert auf die umfangreiche Datenerfassung legt: „Ziel ist es zum einen, jederzeit ohne große Recherche für jeden Gira Artikel verlässlich Auskunft über dessen Material Compliance-Status geben und entsprechende Anfragen schnell beantworten zu können. Wir sind in der Lage, für jedes Einzelteil nachweisen zu können, dass es den rechtlichen Anforderungen in den Bereichen Umwelt- und Gesundheitsschutz entspricht und dass es keine Materialien enthält, die unter Missachtung grundlegender sozialer Menschenrechte gewonnen bzw. hergestellt worden sind“, erklärt die studierte Maschinenbauerin.

PROJEKTTEAM

Julia Heidler
[Beauftragte
Material Compliance]


Zum anderen ist das Industrieunternehmen so in der Lage, frühzeitig zu reagieren, falls heute als ‚material compliant’ geltende Materialien oder Substanzen in Zukunft aufgrund neuer Erkenntnisse als bedenklich eingestuft werden sollten. „In solch einem Fall wissen wir auf Knopfdruck, ob und inwieweit unsere Produkte davon betroffen sein könnten“, so Julia Heidler. Dazu hat sie alle im System hinterlegten Materialien und Stoffe einer Risikoanalyse und -bewertung unterzogen. „Insgesamt lässt sich festhalten, dass Gira nur Werkstoffe und Substanzen einsetzt, die nach heutiger Rechtslage unkritisch sind“, hebt die Ingenieurin hervor.

„Wir sind in der Lage, für jedes einzelne Bauteil unserer Produkte nachweisen zu können, dass die in ihm verwendeten Materialien und Substanzen den rechtlichen Anforderungen in den Bereichen Umwelt- und Gesundheitsschutz entsprechen.“

Julia Heidler, Beauftragte Material Compliance

Fest im Entwicklungsprozess verankert Für das Schwermetall Blei, das als Legierungselement von Messing und in Form von Bleimonoxid in Elektronikprodukten zum Einsatz kommt, könnte sich dies in Zukunft ändern. „Die Substanz steht bereits auf der Kandidatenliste der europäischen Chemikalienverordnung REACH. Sie darf gemäß der RoHS-Richtlinie der Europäischen Union nur auf Grundlage einer Ausnahmereglung verwendet werden. Diesbezüglich besteht für uns eine Informationspflicht“, sagt Julia Heidler. Hier sucht der Gebäudetechnikspezialist nach alternativen Werkstoffen. Bei der Suche nach solchen Substituten für kritische Materialien unterstützt die Material Compliance-Beauftragte die Entwicklungs- und Einkaufsabteilung. Überdies sind Material Compliance Anforderungen sowohl im Änderungsmanagement als auch im Entwicklungsprozess von Neuprodukten, dem sogenannten WK2-Prozess, fest verankert. Hier trägt Julia Heidler als Mitglied im jeweiligen Projektlenkungsgremium dafür Sorge, dass nur solche Neuheiten und Produktmodifikationen in Serie gehen, die sich bei der Erstmusterprüfung zu 100 Prozent als MC-konform erwiesen haben.

PROJEKTERGEBNISSE

60 %

der 38.000 Datensätze zu von Gira verwendeten Bauteilen geben Auskunft über die bei ihrer Herstellung verwendeten Stoffen und Materialien.




Die europäische Chemikalienverordnung REACH und die neue, Anfang 2021 in Kraft tretende Europäische Verordnung über Konfliktmineralien gehören zu den rechtlichen Vorgaben, die Anforderungen an Stoffe und Materialien stellen, aus denen auch Gira seine Produkte herstellt.

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