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Materialrecycling in der Kunststofftechnik

Aus Alt mach Neu: Volkhard Selig verhilft aussortierten Kunststoffteilen zum Comeback.

Bei der Fertigung von Kunststoffteilen ergibt sich meist zwangsläufig der sogenannte Anfahrausschuss: Gemeint sind jene nicht brauchbaren Teile, die produziert werden, wenn eine Maschine anläuft und noch nicht genau die Stärke und Qualität erreicht, die gefordert ist. Während der regulären Produktion entstehen zudem gelegentlich schlechte Teile, die aussortiert werden müssen. Ebenfalls ergeben sich auch Angüsse, wenn das Rohmaterial bereits in den Kanälen erstarrt, die zur eigentlichen Gießform hinführen.

Die aussortierten Teile gehören nicht zum Endprodukt und werden nach seiner Fertigstellung entfernt. „Diese bisher ungenutzten und aussortierten Teile können jedoch gesammelt und dem Produktionsprozess durch Regranulierung erneut zugeführt werden“, erklärt Volkhard Selig, Leiter der Abteilung Qualitätsmanagementsysteme. Der wiederzuverwendende Abfall wird sortenrein eingesammelt, also nach Kunststofftypen und Farben getrennt. Dann werden die jeweiligen Mengen klein gemahlen und kommen anschließend in einen Compoundier-Extruder. Diese Anlage sorgt dafür, dass das Material aufgeschmolzen, verdichtet und zu kleinen Stückchen verarbeitet wird. Es hat dann die gleiche Form, wie das neue Material und kann von der Prozesstechnik her genauso verwendet werden.

Bei dem Regranulat kann es vorkommen, dass kleinste Einschlüsse und Oberflächenfehler zu sehen sind. Dies hat zwar keinen Einfluss auf die Qualität und Funktion der Teile, kann jedoch ihr Aussehen beeinträchtigen. Um das auszuschließen, wird das recycelte Material nur für die Rohteile verwendet, die später lackiert werden. In Sachen Qualität gelten jedoch überall dieselben Regeln: „Die aus dem Regranulat hergestellten Produkte werden genauso geprüft und qualifiziert wie die anderen Teile auch“, betont Selig. „Wir haben das Projekt vor einem Jahr gestartet und die Qualifizierungen der Teile aus Regranulat besonders sorgfältig durchgeführt. Jetzt ist der Prozess erfolgreich abgeschlossen und die Produkte kommen nun auf den Markt.“ Die Steigerung der Ressourceneffizienz, die sich daraus ergibt, lässt sich schon jetzt konkret beziffern: Im Jahr lassen sich so rund 30 Tonnen Material recyceln – entsprechend weniger Neumaterial muss angeschafft werden.

Die Gira Leistungen

Recycling
aussortierter
Kunststoffteile aus
der Produktion

Rückzufuhr der
Kunststoffteile in den
Produktionsprozess durch Regranulierung

Wiederverwertung
von 30 Tonnen
Material pro Jahr

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